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iNADO Workshop und WADA_Symposium

Datum 29. März 2018

In Lausanne (CH) fanden am 20.03. der iNADO Workshop und vom 21.03.-23.03.2018 das WADA-Symposium statt. Für das Bundesinstitut für Sportwissenschaft (BISp) nahm Dr. Marc Wonneberger teil.

iNADO Workshop (20.03.2018, Lausanne (CH))

Athletenbeteiligung ist national, wie international ein wichtiges Thema. So auch auf dem diesjährigen iNADO-Workshop. Bei der iNADO (Institute of National Anti-Doping Organisations)  handelt es sich um eine Interessengemeinschaft der nationalen und regionalen Anti-Doping-Organisationen weltweit. Im Rahmen des Workshop-Programms konnte damit einem internationalen und sehr interessierten Fachpublikum das Kooperationsprojekt zwischen BISp und der Nationalen Anti-Doping Agentur Deutschland (NADA) vorgestellt werden. Ziel dieses Kooperationsprojekts mit dem Thema „Digitale Athletenbeteiligung in der Dopingprävention“ ist die Entwicklung einer Smartphone-App, welche eine direkte Beteiligung des Athleten zu Themen der Dopingprävention ermöglichen soll. Nach Abschluss von ersten Design- und Usability-Studien im Frühjahr 2018 wird in einer zweiten Projektphase die konkrete technische Umsetzung der App vorgenommen. Ziel ist es, die Smartphone-App nach Fertigstellung in das Dopingpräventionsprogramm „GEMEINSAM GEGEN DOPING“ der NADA zu überführen. Dort soll diese dann alle bisherigen Inhalte sinnvoll ergänzen und ein zentrales Element der Kommunikationsstruktur sein.

WADA Symposium (21.03.-23.03.2018, Lausanne (CH))

Im Anschluss an den iNADO Workshop fand im Kongresszentrum von Lausanne das jährliche WADA-Symposium statt. Auf dieser Veranstaltung wurden bedeutende Themen der internationalen Anti-Doping-Politik diskutiert. Am ersten Tag standen hier besonders die Themen Compliance und Strategien zur Wiedererlangung der Regelkonformität der russischen Anti-Doping Agentur im Fokus. Wie WADA-Präsident Sir Craig Reedie jedoch in seinem Vortrag herausstellte, verlaufen die Gespräche über eine Anerkennung der russischen Anti-Doping Agentur sehr schleppend. Insbesondere blieb bisher eine Anerkennung des McLaren-Reports durch die russische Regierung aus. In Zusammenhang mit dem Thema Compliance wurde zudem der ab April 2018 in Kraft tretende neue Standard „International Standard for Code Compliance by Signatories (ISCCS)“ vorgestellt.

Neben Themen der Compliance der Mitgliedsorganisationen fanden sich auf dem Symposium Themenblöcke zu den Inhalten „Athletenrechte“ und „Prävention“ wieder. Beckie Scott und Ben Sandfort, beide WADA-Athletenkommission, stellten einen ersten Entwurf der „Charter of Athlete Rights“ vor, die u.a. gleiche Testbedingungen, faire Verfahren und die Meinungsfreiheit der Athletinnen und Athleten in den Vordergrund rücken soll. Ziel soll es sein, die aus derzeit 16 Artikeln bestehende Charta in den kommenden WADA-Code aufzunehmen. Beckie Scott, die Vorsitzende der WADA-Athletenkommission, spricht daher auch von einem möglichen „game changer“ für den Anti-Doping-Bereich. Auch die norwegische Ministerin und WADA-Vizepräsidentin, Linda Hofstad Helleland, wies in ihrer Rede auf die zentrale Rolle der Athletinnen und Athleten im Anti-Doping-Bereich hin.

Im Bereich Prävention wurde die neue Online-Plattform der WADA, ADeL, vorgestellt. Diese Plattform soll das Angebot insbesondere kleinerer nationaler Anti-Doping Agenturen im Bereich e-Learning/Prävention ergänzen. Die WADA möchte mit dieser Plattform ein System bereitstellen, welches individuell mit Inhalten gefüllt werden kann. In diesem Zusammenhang wurde auf den sich derzeit in Entwicklung befindlichen Standard „International Standard for Education and Information“ eingegangen.

Weiterführende Informationen zu den beiden Veranstaltungen finden sich unter:

http://www.inado.org/

http://wadasymposium.org/