Navigation und Service

Das Bundesinstitut für Sportwissenschaft hat einen neuen Direktor!

Datum 04. September 2018

Der bisherige Leiter des Bundesinstituts für Sportwissenschaft (BISp), Jürgen Fischer, übergab den Staffelstab seinem Nachfolger im Amt, Ralph Tiesler.

Dr. Markus Kerber, Staatssekretär im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI), bei seiner Ansprache Dr. Markus Kerber, Staatssekretär im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI), bei seiner AnspracheDr. Markus Kerber, Staatssekretär im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI), bei seiner Ansprache Quelle Frank Homann

Nach über 13 Jahren an der Spitze des BISp wurde Jürgen Fischer am Freitag, den 31. August 2018, am Bonner Dienstsitz des Instituts feierlich in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet und der neue Leiter, Ralph Tiesler, in sein Amt eingeführt.

Nicht nur aus seiner Zeit beim BISp, sondern auch aus seiner Dienstzeit beim Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) kamen viele derzeitige und ehemalige Weggefährtinnen und Weggefährten, um mit Jürgen Fischer seinen Abschied vom BISp zu begehen und um den neuen Direktor Ralph Tiesler zu begrüßen.

„Die Kunst des Dialogs“, so betitelten Lena Kravets (Violincello) und Tobias Kassung (Gitarre) ihren berührend schönen musikalischen Vortrag, der den Festakt begleitete.

Diese Kunst des Dialogs beherrschte auch Jürgen Fischer wie Dr. Markus Kerber, Staatssekretär im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI), herausstellte.
Der Staatssekretär betonte, dass der scheidende Direktor die engen Kontakte zum BMI und zu den Institutionen des Sports stets aktiv gefördert und gepflegt hat.

Dies sei auch bedeutsam dafür gewesen, schwierige Projekte wie beispielsweise jenes zur Aufarbeitung des Dopingmissbrauchs in der Bundesrepublik seit 1950 erfolgreich zu bewältigen. Trotz des Wissens, dass das BISp selbst Teil der Untersuchung sein werde, habe sich Jürgen Fischer für die Durchführung des Projekts „Doping in Deutschland“ vehement eingesetzt. Ferner hob Dr. Kerber als wegweisend die Großprojekte RanRücken und Schädel-Hirn-Trauma im Sport als besondere Verdienste des scheidenden Direktors hervor. Dr. Kerber würdigte die 36 Dienstjahre, die Jürgen Fischer insgesamt in verschiedenen Behörden des BMI absolvierte, und wünschte seinem Nachfolger Ralph Tiesler viel Erfolg.
Nach der Ansprache erhielten Vorgänger und Nachfolger aus der Hand des Staatssekretärs ihre entsprechenden Urkunden.

Das erste Grußwort des Tages richtete die Bürgermeisterin der Bundesstadt Bonn, Gabriele Klingmüller, an die Gäste. Sie erinnerte an die große Verbundenheit von Jürgen Fischer mit seiner Heimatstadt und betonte wie wichtig es für die Stadt Bonn sei, auch weiterhin Dienstsitz für zahlreiche Bundesbehörden zu sein. Schließlich habe man sich als Standort für Wissenschaft, Gesundheit und internationale Angelegenheiten etabliert und in dieses Profil passe das BISp wunderbar hinein.

Übergabe der Urkunde an Ralph Tiesler Übergabe der Urkunde an Ralph TieslerÜbergabe der Urkunde an Ralph Tiesler Quelle Frank Homann

Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes e. V. (DOSB), mahnte an, dass die Sportwissenschaft insgesamt anwendungsorientierter sein müsse, damit der Nutzen für die Athletinnen und Athleten besser zum Tragen käme. Er ermunterte den neuen Direktor zu einem intensiven Dialog, damit die notwendigen, bereits begonnenen Weichenstellungen für die Zukunft gelingen mögen.

Prof. Dr. Klaus-Michael Braumann, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention, betonte, dass der Austausch zwischen Wissenschaft und der Sportpraxis noch weiter intensiviert werden müsse. Anknüpfend an die Worte von Staatssekretär Dr. Kerber wies Prof. Dr. Braumann darauf hin, dass sich Jürgen Fischer vor allem auf den Gebieten der Sportmedizin, der Sicherheit für Athletinnen und Athleten, Kampf gegen Doping oder auch Ethik im Sport, immer auch persönlich für die Initiierung von Forschungsprojekten einsetzte und stets bereit war, sich tief in die jeweilige Problematiken der jeweiligen Forschungsgegenstände einzuarbeiten. Michael Braumann mahnte zudem auch noch einmal den Verbund von Anwendungs- und Grundlagenforschung an, ohne den eine wirksame wissenschaftliche Begleitung des Spitzensports nicht gelingen könne.

Für die Belegschaft des BISp sprach der Vorsitzende des örtlichen Personalrats Dr. Robin Streppelhoff. Er erinnerte daran, dass Direktor und Personalrat in über 13 Jahren Zusammenarbeit viele Verbesserungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Instituts erreicht haben. Er dankte Jürgen Fischer für dessen Bemühungen um gesicherte Arbeitsplätze für die Angestellten im BISp. Gleichzeitig stellte er heraus, dass es inzwischen kaum ein Bundesministerium gäbe, das keinen Bezug zum Sport habe. Deshalb forderte er eine entsprechende Personalausstattung, damit das BISp auch in Zukunft „als zentraler Dienstleister für Sportfachfragen im Bund weiterhin auf ‘Ballhöhe‘ agieren“ könne.

Der scheidende Direktor des BISp Jürgen Fischer Der scheidende Direktor des BISp Jürgen FischerDer scheidende Direktor des BISp Jürgen Fischer Quelle Frank Homann

Die Schlussworte gehörten dann dem scheidenden und danach dem neuen Direktor.
Herr Fischer bedankte sich nochmals für die gute Zusammenarbeit während seiner Zeit als Direktor des Bundesinstituts und zeigte in seiner Rede auf, wie vielfältig die Sportwissenschaft heute agiert und wie flexibel sie auf die Entwicklungen in der Zukunft reagieren müsse. Ziel sei es, eine ständige Verbesserung aller Bereiche des Sports zu ermöglichen. Ohne optimale Rahmenbedingungen für die Sportlerinnen und Sportler könne eine erfolgreiche Sportnation im internationalen Vergleich nicht bestehen. In diesem Sinne wünschte er seinem Nachfolger alles Gute.

Sein Nachfolger im Amt, Herr Ralph Tiesler, bedankte sich zunächst für die freundliche Aufnahme im BISp. Er freue sich darauf, ein „gut bestelltes Haus“ übernehmen zu dürfen und betonte, dass er dazu beitragen wolle, das positive Image des Sports zu erhalten und auszubauen. Den Schlüssel zu einer erfolgreichen Arbeit sehe er in der Fähigkeit zu Kommunikation und Dialog.

Durch die Veranstaltung führte PD Dr. Gabriele Neumann, die stellvertretende Leiterin des BISp. Sie dankte Herrn Fischer dafür, dass er die Zukunftsfähigkeit des Hauses mit seinen Ideen und Maßnahmen gestärkt hat und wünschte dem neuen Direktor eine glückliche Hand bei der Führung des Instituts in den nächsten Jahren.