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Strategieausschuss

Oberstes Steuerungsgremium im Wissenschaftlichen Verbundsystem Leistungssport (WVL) ist der im Februar 2006 konstituierte Strategieausschuss (StrA) des WVL. Die Geschäftsführung und der Vorsitz wechseln im Zwei-Jahres-Rhythmus zwischen dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und dem BISp. Im Mai 2012 wechselte der Vorsitz für zwei Jahre an das BISp.

Zusammensetzung

Der Strategieausschuss setzt sich aus folgenden Partnern zusammen:

  • Bundesministerium des Innern (BMI);
  • Bundesinstitut für Sportwissenschaft (BISp);
  • Deutscher Olympischer Sportbund (DOSB);
  • Institut für Angewandte Trainingswissenschaft (IAT);
  • Institut für Forschung und Entwicklung von Sportgeräten (FES);
  • 2 Sprecher/innen der Wissenschaftskoordinatoren der Spitzenverbände für Sommer- und Wintersportarten;
  • Trainerakademie (TA);
  • Deutsche Vereinigung für Sportwissenschaft (dvs);
  • Sprecher Olympiastützpunkte (OSP);
  • 2 Vertreter/innen wissenschaftlicher Einrichtungen.

Mit der gewählten Gremienzusammensetzung wird ein frühzeitiger Austausch zwischen allen relevanten Partner im WVL aus Sportpraxis, Sportwissenschaft und Sportpolitik ermöglicht.

Aufgaben

Zu den Aufgaben des Strategieausschusses zählen insbesondere:

  • Effizienzsteigerung der wissenschaftlichen Unterstützung des Spitzensports einschließlich Nachwuchsleistungssport und Talentsuche auf allen Feldern: Forschung – Betreuung – Ausbildung.
  • Verzahnung der Bedürfnisse der Sportpraxis mit den Möglichkeiten der Sportwissenschaft und Sportorganisation.
  • Koordinierung von Planung, Durchführung, Transfer und Evaluation der Projekte unter verbindlicher Einbeziehung aller Partner im WVL.
  • Strategische Entscheidungen hinsichtlich Schwerpunkten und Prioritäten der wissenschaftlichen Unterstützung des Spitzensports.

Ferner wird durch den Strategieausschuss eine zielgerichtete Forschungsförderung zur Sicherstellung der sportwissenschaftlichen Grundlagen für den internationalen Erfolg deutscher Athletinnen und Athleten im Spitzensport maßgeblich unterstützt, indem:

  • ein Forum geschaffen ist, in dem die Probleme und Defizite des Spitzensports benannt und Forschungsbedarfe vorgetragen werden können;
  • die Konzipierung und Präzisierung von Forschungsprogramme, welche die Forschungsbedarfe der Sportpraxis aufgreifen, sichergestellt wird;
  • ein an den Standards der Wissenschaft ausgerichtetes qualitätsgesichertes Vergabeverfahren von Fördermitteln eingehalten wird,
  • durch die Informationsweitergabe von wissenschaftlichen Forschungsergebnissen im Strategieausschuss eine Abstimmung und Organisation mit allen Beteiligten zwecks gezielter Transfermaßnahmen in die Sportpraxis, Sportwissenschaft und Sportpolitik erleichtert wird.

Die erfolgreiche Umsetzung dieser Aufgaben ist eng an das koordinierte, effiziente Zusammenwirken aller beteiligten Partner in der Sportpolitik, der Wissenschaft und des organisierten Sports geknüpft. Neben der notwendigen Prozessoptimierung und stärkeren Vernetzung ist nicht zuletzt die gemeinsame Schwerpunktsetzung eine hierfür wesentliche Voraussetzung.

Forschungsprogramm WVL

Als gemeinsamer Handlungsrahmen für das WVL wurde daher im Strategieausschuss das Langfristige strategische Forschungsprogramm im Wissenschaftlichen Verbundsystem Leistungssport 2008 bis 2016 (Forschungsprogramm WVL) entwickelt und 2008 verabschiedet.

Das Programm bildet die gemeinsame inhaltliche Grundlage mit hoher Verbindlichkeit für das WVL bis 2016. Es stellt damit einen wesentlichen Beitrag zur kurz- und mittelfristigen Optimierung der wissenschaftlichen Unterstützung des Leistungssports dar.

Dem BISp obliegt im Rahmen der Umsetzung des Forschungsprogramms WVL einerseits die Aufgabe, die im Strategieausschuss gemeinsam beschlossenen Forschungsvorhaben über standardisierte Ausschreibungs- und Vergabeverfahren umzusetzen und zu finanzieren, die Projektdurchführung zu begleiten, die Projektergebnisse zu evaluieren sowie den Ergebnistransfer in den Spitzensport gemeinsam mit allen Beteiligten zu fördern.

Andererseits trägt das BISp durch seine Koordinierung von Forschungsprojekten der Hochschuleinrichtungen sowie privat­wirtschaftlichen Forschungsinstituten mit den Projekten an den Instituten des Spitzensports im DOSB zur Umsetzung des Forschungsprogramms WVL bei.

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Informationen zu den WVL-Projekten 2010, 2011, 2012, 2013