Aufgaben und Arbeitsschwerpunkte des Bundesinstituts für Sportwissenschaft
Das Bundesinstitut für Sportwissenschaft (BISp) hat die Aufgabe, Forschungsbedarf zu ermitteln und Forschungsvorhaben auf dem Gebiet des Sports (Ressortforschung) zu initiieren, zu fördern und zu koordinieren, die Forschungsergebnisse auszuwerten und den Transfer der Forschungsergebnisse in die Praxis in Zusammenarbeit mit dem Sport zielgruppenorientiert vorzunehmen. Dies gilt insbesondere für die Bereiche Spitzensport einschließlich Nachwuchsförderung und Talentsuche, Sportgeräte, Dopinganalytik, Fragestellungen zur Sportentwicklung, die für die Bundesrepublik Deutschland als Ganzes von Bedeutung sind und durch ein Bundesland allein nicht wirksam gefördert werden können, und Dokumentation. Das Bundesinstitut für Sportwissenschaft wirkt auf dem Gebiet des Sportstättenbaus und der Sportgeräte an der nationalen und internationalen Normung mit.
Dem Bundesinstitut für Sportwissenschaft obliegt im Rahmen des "Wissenschaftlichen Verbundsystems im Leistungssport" (WVL) u.a. die Aufgabe, Projekte der Ressortforschung an Hochschulen und privatwirtschaftlichen Forschungsinstituten mit den Projekten an den Instituten des Spitzensports des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) zu koordinieren.
Ferner hat das Bundesinstitut für Sportwissenschaft die Aufgabe, das Bundesministerium des Innern bei seiner Aufgabenerfüllung auf dem Gebiet des Sports fachlich zu beraten Das Bundesinstitut für Sportwissenschaft betreibt für seine Arbeit u.a. anderem die Datenbanken (www.bisp-datenbanken.de) SPOLIT (Literaturdatenbank), SPOFOR (Forschungsdatenbank), SPOMEDIA (Audiovisuelle Medien) und ein sportpsychologisches Informations- und Kontaktportal für den Spitzensport (www.bisp-sportpsychologie.de).
Die Forschungsförderung des BISp orientiert sich am aktuellen - neu konzipierten - Programm zur Schwerpunktsetzung sportwissenschaftlicher Forschung des BISp (pdf 114-KB), welches am 26. April 2007 mit dem Gutachterausschuss und Wissenschaftlichen Beirat abgestimmt wurde. Sie erfolgt zum einen durch die Bezuschussung von Forschungsanträgen, zum anderen durch die Initiierung, Planung und Vergabe von Forschungsprojekten.
Als gemeinsamer Orientierungsrahmen für das Wissenschaftliche Verbundsystem Leistungssport (WVL) wurde im Strategieausschuss ein „Langfristiges strategisches Forschungsprogramm Wissenschaftliches Verbundsystem Leistungssport 2008 bis 2016 (pdf 284-KB)“ (Forschungsprogramm WVL) entwickelt und am 18. März 2008 verabschiedet.
Das Forschungsprogramm WVL bildet die gemeinsame inhaltliche Grundlage für das gesamte Wissenschaftliche Verbundsystem Leistungssport. Es ist langfristig bis zum Jahr 2016 angelegt und bietet einen wesentlichen Beitrag zur Optimierung der wissenschaftlichen Unterstützung des Leistungssports. Die Umsetzung des Forschungsprogramms erfolgt durch die Partner des Wissenschaftlichen Verbundsystems.
Bei seiner Aufgabenerfüllung arbeitet das Bundesinstitut für Sportwissenschaft mit nationalen und internationalen Partnern zusammen.
Die Aufgaben des Bundesinstituts für Sportwissenschaft sind festgelegt in einem Errichtungserlass des Bundesministeriums des Innern. Die aktuelle Fassung des Errichtungserlasses datiert vom 17. November 2005, veröffentlicht im GMBL 2005, S.1342f.
Im Folgenden sind die den Fachbereichen des Bundesinstituts für Sportwissenschaft zugeordneten Aufgaben und Arbeitsschwerpunkte dargestellt:
Die Dopingbekämpfung ist eine zentrale Aufgabe auch der sportwissenschaftlichen Förderung. Ihrer grundlegenden Bedeutung nach ist sie aus der allgemeinen Forschungsförderung herausgelöst und dem Direktor unmittelbar unterstellt.
Verantwortlich für das Fachgebiet Dopingbekämpfung ist WD Dr. Carl Müller-Platz. Weitere Ansprechpartner im Fachgebiet Dopingbekämpfung sind:
WR'in Dipl.-Sportwiss. und Dipl.-Bibl./Dok. Ruth Lütkehermölle und
Fachbereich I Forschung und Entwicklung
Der Fachbereich besteht aus den Fachgebieten „Behindertensport", „Bewegungswissenschaft", „Medizin", „Pädagogik", „Psychologie“, „Soziologie“, „Sporttechnologie“, „Trainingswissenschaft“ und „Trainingslehre“.
Er nimmt schwerpunktmäßig folgende Aufgaben wahr:
- Forschungsförderung auf den o. g. Fachgebieten durch Bezuschussung von Forschungsanträgen sowie durch Initiierung, Planung und Vergabe von Forschungsprojekten;
- Forschungskoordinierung zwischen den wissenschaftlichen Institutionen, insbesondere Hochschulinstitutionen, und den vom Bund geförderten Institutionen des Sports, dem Institut für Angewandte Trainingswissenschaft (IAT) und dem Institut für Forschung und Entwicklung von Sportgeräten (FES); insbesondere im zweijährigen Wechsel mit dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) Geschäftsführung des Strategieausschusses;
Auswertung und Umsetzung von Forschungsergebnissen vornehmlich als spezifische Transfermaßnahmen in den Sport, u. a. in Form von wissenschaftsorientierten Betreuungsmaßnahmen des Spitzensports, durch Veranstaltungen, Veröffentlichungen, Arbeitsgruppen, Vorträge und durch Lehrtätigkeit von Fachbereichsmitarbeitern im Nebenamt.
Ansprechpartner im Fachbereich I
LWD Dr. Karl Quade
Fachbereichsleiter, ständiger Vertreter des Behördenleiters
Fachgebiet Bewegungswissenschaft
Dipl.-Psych. Andrea Eskau
Fachgebiet Behindertensport
WOR'in Dr. Andrea Horn
Fachgebiet Trainingswissenschaft
Dipl.-Ing. (FH) Thomas Koch
Fachgebiet Sporttechnologie
M.A. Sportwiss. Elena Müller
Fachgebiet Bewegungswissenschaft
WD'in PD Dr. Gabriele Neumann
Fachgebiet Psychologie
WD Dipl.-Finanzw. und Dipl.-Sportl. Andreas Pohlmann
Fachgebiet Pädagogik, Ökonomie, Recht
WR'in z.A. Dr. Mirjam Rebel
Fachgebiet Trainingswissenschaft
Dr. med. Peter Stehle
Fachgebiet Medizin
WOR'in Dipl.-Soz. Sabine Stell
Fachgebiet Soziologie
N.N.
Fachgebiet Trainingslehre
Fachbereich II – Wissenschaftliche Beratung
Der Fachbereich II besteht aus den Fachgebieten „Informationsdienstleistungen“, „Innovationsmanagement“, „IT-Management“, „Literatur-/Mediendokumentation“, „Forschungsdokumentation“ und „Sportanlagen“.
Die Fachgebiete des Fachbereichs II nehmen ihre Aufgaben zur Forschungsförderung, Forschungskoordination sowie zur Auswertung und Umsetzung von Forschungsergebnissen auf ihrem jeweiligen Segment analog zu den Fachgebieten im Fachbereich I wahr.
Die Hauptaufgabe des Fachgebiets „Informationsdienstleistungen“ ist die Bereitstellung von Fachinformation für die Sportwissenschaft allgemein und die sportpolitischen Entscheidungsträger durch spezielle Serviceleistungen. Hierzu gehört neben der Produktion einer werktäglichen Pressedokumentation Sport für einen exklusiven Nutzerkreis aus Politik, Administration und Sport auch die Betreuung der sportwissenschaftlichen Portale und Plattformen.
Aufgabengebiet des Fachgebietes „Innovationsmanagement“ ist es, neuartige Ideen und Entwicklungen aus der sportwissenschaftlichen Forschung und den angrenzenden Wissenschaftsdisziplinen zu sammeln, zu ordnen und auf deren Basis neue Forschungsprojekte zu initiieren.
Das Fachgebiet „IT-Management“ ist verantwortlich für die Sicherstellung einer störungsfreien IT-Grundversorgung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hauses. Hierüber hinausgehend sind in diesem Fachgebiet Gesamtplanung und Controlling sämtlicher IT-bezogenen Maßnahmen des Bundesinstituts für Sportwissenschaft angesiedelt sowie die Koordinierung der hiermit einhergehenden Aktivitäten mit dem Verwaltungsgemeinschaftspartner StBA sowie auch mit weiteren, externen IT-Partnern.
Das Fachgebiet "Literatur-/ Mediendokumentation" wertet Sportfachliteratur und AV-Medien mit Blick auf die Informationsbedürfnisse der deutschen Sportwissenschaft aus. Mit der Bereitstellung sportwissenschaftlicher Fachinformation erfüllt das Bundesinstitut für Sportwissenschaft eine wichtige Voraussetzung hinsichtlich der Koordinierung sportwissenschaftlicher Forschung. Kern dieser Informations- und Wissensaufbereitung sind die vom Bundesinstitut für Sportwissenschaft betriebenen Fachinformationsprodukte. Die ausgewählten Publikationen und Medien werden dokumentarisch bearbeitet und als Informationen in den vom Bundesinstitut für Sportwissenschaft betriebenen Datenbanken Sportwissenschaftliche Literatur SPOLIT und Sportwissenschaftliche Medien SPOMEDIA gespeichert. Der Fachinformationsführer Sport des Bundesinstituts für Sportwissenschaft verweist auf qualitätsgesicherte sportwissenschaftliche Internetquellen. Die Fachinformationsprodukte SPOFOR, SPOLIT und SPOMEDIA sind im BISp-Recherchesystem Sport unter BISp-Datenbanken verfügbar.
Darüber hinaus hat das Bundesinstitut für Sportwissenschaft das Informationsportal Website SPORTIF (Sportwissenschaftliches Informations-Forum) entwickelt, um damit die Integration weiterer sportrelevanter nationaler und internationaler Fachinformationsprodukte und -dienstleistungen unter einer Suchoberfläche realisieren zu können. SPORTIF ist neben der bereits bestehenden Integration im interdisziplinären Wissenschaftsportal Vascoda ein Hauptbestandteil der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Virtuelle Fachbibliothek Sportwissenschaft.
Im Fachgebiet „Forschungsdokumentation“ wird die sportwissenschaftliche Forschungsdatenbank SPOFOR erstellt, die das Ziel verfolgt, einen Überblick über die Forschungsaktivitäten im deutschsprachigen Raum zu geben, die aus dem Bereich der Sportwissenschaft oder den angrenzenden Wissenschaften stammen. Zu diesem Zweck wird jedes Jahr eine Erhebung sportwissenschaftlicher Forschungsprojekte durchgeführt (s. Formularcenter). Darüber hinaus werden auch andere Quellen wie z.B. die Web-Seiten sportwissenschaftlicher Institute zur Auswertung herangezogen.
Das Fachgebiet „Sportanlagen“ befasst sich mit relevanten Fragen und Aspekten im Zusammenhang mit Planung, Bau und Erhaltung von Sportanlagen. Weitere Arbeitsschwerpunkte sind die Mitwirkung in Gremien zur Erarbeitung von Richtlinien und Normen in den Bereichen Sportanlagen in Zusammenarbeit mit den Bundessportfachverbänden und der Industrie sowie die Mitarbeit bei der Projektmittelvergabe im Rahmen des Goldenen Planes Ost.
Ansprechpartner im Fachbereich II
WD Dr. Carl Müller-Platz
Fachbereichsleiter
Dipl.-Sportl.'in Elisabeth Braun-Laufer
Fachgebiet Literatur-/Mediendokumentation
Stanislav Brejcha-Richter
Fachgebiete Informationsdienstleistungen, Literatur-/Mediendokumentation
Susanne Eicker
Fachgebiete Informationsdienstleistungen, Forschungsdokumentation
Christiane Flügge
Fachgebiete Informationsdienstleistungen, Literatur-/Mediendokumentation
Dipl.-Theol. / Master of Arts (Library and Information Science) Matthias Glockner
Fachgebiet Literatur-/Mediendokumentation
RR z.A. Dipl.-Wirt.-Inf. Andreas Jansen
Fachgebiet IT-Management
Klaus Klein
Fachgebiet Innovationsmanagement
Dipl.-Sportl. Werner Kloock
Fachgebiet Literatur-/Mediendokumentation
M.A. Sportwiss. Irina Koch
Fachgebiete Literatur-/Mediendokumentation
WR'in Dipl.-Sportwiss. und Dipl.-Bibl./Dok. Ruth Lütkehermölle
Fachgebiete Informationsdienstleistungen, Literatur-/Mediendokumentation
Dipl.-Ing. Peter Ott
Fachgebiet Sportanlagen, Bereich Sporthallen
TRR z.A. Dipl.-Ing. Michael Palmen
Fachgebiet Sportanlagen, Bereich Sportfreianlagen
WR'in z.A. Dr. Mirjam Rebel
Fachgebiet Forschungsdokumentation
Dipl.-Bibl. Peter Schmidt
Fachgebiete Forschungsdokumentation, Literatur-/Mediendokumentation
Fachbereich III – Grundsatz und Controlling
Der aus acht Fachgebieten bestehende Bereich befasst sich mit „Grundsatzangelegenheiten“, „Controlling“, „Qualitätsmanagement“, „Verbindungsstelle zur Innenrevision“, „Rechtsangelegenheiten“, „Öffentlichkeitsarbeit“, „Internationales“ und „Veröffentlichungen“.
Grundsätzliche Angelegenheiten des Bundesinstituts für Sportwissenschaft, wie Geschäftsordnung und Rechtsangelegenheiten, z. B. in der Forschungsförderung, werden in diesem Fachbereich bearbeitet. Er nimmt koordinative und geschäftsführende Aufgaben in der Zusammenarbeit mit den Gremien des Bundesinstituts für Sportwissenschaft und externen Partnern, z. B. Strategieausschuss im Wissenschaftlichen Verbundsystem im Leistungssport (WVL), wahr.
Für die Bereiche der Forschungsförderung und des Transfers werden Verfahren des Controllings sowie des Projekt- und Qualitätsmanagements entwickelt und umgesetzt. Diese wirken sowohl nach innen als auch nach außen. (z. B. Evaluierung des Transfers wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Sportpraxis).
Öffentlichkeitsarbeit und die Veröffentlichung wissenschaftlicher Erkenntnisse in unterschiedlichsten Medien (z. B. wissenschaftliche Schriftenreihe, Handreichungen für Athleten und Trainer) sollen den Transfer der Informationen innerhalb der Wissenschaft, aber vor allem in den Sport, weiter verbessern und sicherstellen.
Im Rahmen der internationalen Zusammenarbeit unterstützt das Bundesinstitut für Sportwissenschaft die Bundesregierung bei sportwissenschaftlichen Aktivitäten innerhalb der Europäischen Union und nimmt Aufgaben in der Kooperation mit internationalen sportwissenschaftlichen Partnerinstitutionen wahr.
Der Verbindungsstelle zur Innenrevision obliegt u. a. die Korruptionsprävention durch Aufklärung und Beratung.
Ansprechpartner im Fachbereich III
Dr. med. Peter Stehle
Fachbereichsleiter
Susanne Ende-Böhm
Fachgebiet Öffentlichkeitsarbeit
Dipl.-Sportwiss. / Master of Sport Management Nina Häußler
Fachgebiete Controlling, Qualitätsmanagement, Internationales
Dipl. Übersetzerin Elke Hillenbach
Fachgebiet Veröffentlichungen
Dipl.-Sportwiss. Dorothea Kukowka
Fachgebiet Öffentlichkeitsarbeit
Jürgen Schalhofer
Fachgebiete Grundsatzangelegenheiten, Rechtsangelegenheiten, Verbindungsstelle zur Innenrevision
Dieter Wirth
Fachgebiet Veröffentlichungen
