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BISp Serviceforschung - facts and figures

Datum 16. Januar 2017

Vielfältige und enge Zusammenarbeit der universitären Einrichtungen mit den deutschen Spitzenverbänden, paralympischen Sportarten und weiteren Kooperationspartnern.

Zur weiteren wissenschaftlichen Unterstützung des olympischen und paralympischen Spitzensports sind im Februar 2016 vom BISp erstmalig sogenannte Serviceforschungsprojekte ausgeschrieben worden. Innerhalb dieser zeitlich auf maximal ein Jahr beschränkten Projekte sollen aktuelle wissenschaftliche Fragestellungen aus der Sportpraxis bearbeitet werden.

Trotz der nur vierwöchigen Ausschreibungsfrist sind 84 Projektanträge eingegangen, wovon schließlich 48 Projekte gefördert werden konnten. Die große Anzahl eingereichter Anträge weist auf den hohen Bedarf für Projekte zur kurzfristigen Bearbeitung aktueller sportpraktischer Fragestellungen hin. Zudem bestätigt diese Rückmeldung eindrucksvoll die vorliegende vielfältige und enge Zusammenarbeit der universitären Einrichtungen mit den deutschen Spitzenverbänden und paralympischen Sportarten. Ohne diese bestehenden Netzwerke wäre eine Antragseinreichung in dieser Form und Anzahl nicht möglich gewesen.

Von wem für wen? Antragsteller und beteiligte Spitzenverbände

Die 84 eingereichten Serviceforschungsprojekte wurden von 31 universitären und außeruniversitären Einrichtungen beantragt (vgl. Abb. 1). Die TU München mit 12 und die Deutsche Sporthochschule Köln mit 16 Anträgen heben sich hier deutlich ab. Dieses zeigt sich auch in der Anzahl der geförderten Projekte (TU München: 6 Projekte; Deutsche Sporthochschule Köln: 10 Projekte). Insgesamt verteilen sich die Projektförderungen auf 24 Hochschuleinrichtungen und spiegeln somit die bundesweite Verteilung der spitzensportrelevanten Forschungseinrichtungen für die Praxis wieder.

Insgesamt 29 Verbände, zzgl. der NADA und der Trainerakademie (TA), waren als Kooperationspartner in die Antragsstellung involviert (vgl. Abb. 2). Erfreulicherweise konnten 22 dieser Partner von mindestens einer Projektförderung profitieren.

Insbesondere der DBS, der DSkiV und der DVV haben mit ihren wissenschaftlichen Partnern zahlreiche Anträge initiiert und sind derzeit mit bis zu sieben laufenden Projekten in Serviceforschungsprojekten beteiligt.

Inhaltliche Ausrichtung der Serviceforschungsprojekte

Die thematischen Schwerpunkte der Serviceforschungsprojekte beinhalten - in Anlehnung an die Problembereiche des BISp-Schwerpunktprogramms der Forschungsförderung - vorwiegend Fragestellungen der Angewandten Trainings- und Wettkampfsteuerung und greifen dabei auch häufig die konkreten Belange des Nachwuchsleistungssports (NWL) auf (vgl. Abb. 3).

Zudem werden innerhalb der Projekte Themen zu Sportmaterialien, Sportgeräten und bautechnischen Anforderungen für Training und Wettkampf, Besonderheiten bei Trainern und Betreuern als auch medizinische und gesellschaftliche Fragestellungen bearbeitet.


Die interaktive Abbildung 4 zeigt, dass die Serviceforschungsprojekte bei den einzelnen Verbänden schwerpunktmäßig unterschiedliche Problembereiche bearbeiten und sich in der Regel nicht nur auf ein Themengebiet beschränken.

Ausblick

Aufgrund des aufgezeigten großen Bedarfs an Serviceforschung und den bisherigen äußerst positiven Rückmeldungen aus der Sportpraxis und aus der Wissenschaft sollen die Erfahrungen und ersten Ergebnisse aus den aktuellen Projekten im Rahmen unseres BISp-Symposiums am 13. / 14. März 2017 diskutiert werden. Gleichzeitig sollen hier Empfehlungen und Wünsche der Beteiligten für die zukünftige Weiterführung der BISp-Serviceforschung gesammelt werden.


Weitere Projektinformationen zu den 48 Serviceforschungsprojekten finden Sie unter bisp-surf.de.

Zudem erscheint in den nächsten Tagen ein Artikel zu einer Kooperationsabfrage des BISp zu laufenden BISp-Projekten 2016 mit besonderer Berücksichtigung der Serviceforschungsprojekte.